PKV mit Exartikulation im Kniegelenk
Wie wirkt sich diese Vorerkrankung auf Deine private Krankenversicherung aus?
Exartikulation im Kniegelenk ist ein großer chirurgischer Eingriff, bei dem der Unterschenkel (Tibia und Fibula) vollständig im Kniegelenk entfernt wird, wobei die Femurkondylen und die Patella erhalten bleiben. Diese Art der Amputation wird typischerweise aufgrund von schweren Traumata, aggressiven Knochentumoren, unbehandelbaren Infektionen wie Osteomyelitis oder kritischer Gliedmaßenischämie durchgeführt, wenn andere salvatorische Optionen fehlgeschlagen sind. Sie bietet Vorteile für die Prothesenanpassung, da die breite, endbelastbare Oberfläche des Femurs eine gute Stabilität gewährleistet und einen langen Hebelarm beibehält. Sie beeinträchtigt jedoch die Mobilität und Lebensqualität erheblich und erfordert eine umfassende Rehabilitation sowie lebenslangen Prothesengebrauch.
PKV-Risikobewertung
Einzelne, spezialisierte PKV-Anbieter versichern jedoch ggfs. mit einem anzunehmenden Zuschlag von bis zu 30%.
Auswirkungen auf Deinen Versicherungsschutz
Krankheitsdauer (erstmalig)
Mehrere Wochen (für die akute Genesung nach der Operation und die anfängliche Rehabilitation)
Krankheitsdauer (lebenslang)
Chronisch, lebenslang (aufgrund des dauerhaften Gliedmaßenverlusts und der Abhängigkeit von einer Prothese)
Behandlungskosten (erstmalig)
Hoch (z. B. Zehntausende von US-Dollar, einschließlich Operation, Krankenhausaufenthalt und Erstprothese)
Behandlungskosten (lebenslang)
Sehr hoch (z. B. Hunderttausende von US-Dollar, einschließlich Prothesenersatz, Wartung und fortlaufender Rehabilitation)
Mortalitätsrate
Niedrig bis moderat (typischerweise <5 % direkt durch den Eingriff selbst bei einem stabilen Patienten, aber höher abhängig von der zugrunde liegenden kritischen Erkrankung, die zur Amputation führt)
Risiko für Folgeschäden
Hoch (z. B. >50 % für Phantomschmerzen, Komplikationen am Restglied, psychische Auswirkungen, Mobilitätseinschränkungen und erhöhtes Risiko für Probleme an der kontralateralen Gliedmaße)
Wahrscheinlichkeit der vollständigen Heilung
Niedrig (eine vollständige anatomische Genesung ohne Folgen ist nicht möglich; eine funktionelle Genesung mit Prothese ist das primäre Ziel, aber es bleiben einige dauerhafte Einschränkungen bestehen)
Risiko für Grunderkrankungen
Hoch (fast 100 %, da sie typischerweise durch schwere Traumata, aggressive Tumoren, kritische Infektionen oder fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit erforderlich wird)