PKV mit Thrombendarteriektomie
Wie wirkt sich diese Vorerkrankung auf Deine private Krankenversicherung aus?
Die Thrombendarteriektomie ist ein chirurgischer Eingriff, keine Krankheit, der durchgeführt wird, um atherosklerotische Plaques und den damit verbundenen Thrombus zu entfernen, die eine Arterie verengen, und dadurch den Blutfluss wiederherzustellen. Sie ist eine entscheidende Behandlung bei schwerer arterieller Verschlusskrankheit, die häufig die Halsschlagadern (zur Schlaganfallprävention), periphere Arterien (zur Behandlung von Claudicatio oder kritischer Gliedmaßenischämie) oder Nierenarterien (zur Behandlung von renovaskulärer Hypertonie) betrifft. Der Chirurg schneidet die Arterie sorgfältig auf und schält die erkrankte innere Auskleidung ab, wodurch eine glatte Oberfläche zurückbleibt. Dieser Eingriff zielt darauf ab, Symptome zu lindern, weitere Gewebeschäden zu verhindern und das Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen im Zusammenhang mit Ischämie zu reduzieren.
PKV-Risikobewertung
Einzelne, spezialisierte PKV-Anbieter versichern jedoch ggfs. mit einem anzunehmenden Zuschlag von bis zu 40%.
Auswirkungen auf Deinen Versicherungsschutz
Krankheitsdauer (erstmalig)
Der akute Beginn der Symptome (z.B. Schlaganfall, Gliedmaßenischämie) kann Stunden bis Tage dauern, aber die zugrunde liegende arterielle Erkrankung entwickelt sich über Jahre hinweg.
Krankheitsdauer (lebenslang)
Die zugrunde liegende atherosklerotische Erkrankung ist chronisch und schreitet über die gesamte Lebenszeit fort, was ein fortlaufendes Management erfordert; der behandelte Verschluss ist ein einmaliges Ereignis.
Behandlungskosten (erstmalig)
Hoch, typischerweise im Bereich von Zehntausenden von Euro, abhängig von der betroffenen Arterie, dem Gesundheitssystem und der Dauer des Krankenhausaufenthalts.
Behandlungskosten (lebenslang)
Hoch, umfasst die anfängliche Operation, das Potenzial für erneute Eingriffe, lebenslange Medikamente gegen Arteriosklerose und die Behandlung chronischer Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie deren Risikofaktoren.
Mortalitätsrate
Niedrig bis moderat (z.B. 1-5%), abhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, Begleiterkrankungen, der spezifisch betroffenen Arterie und der chirurgischen Expertise.
Risiko für Folgeschäden
Moderat bis hoch, einschließlich Risiken wie Schlaganfall (insbesondere bei Karotis-Eingriffen), Nervenschäden, Wundkomplikationen (Infektion, Hämatom), Restenose der Arterie und Blutungen.
Wahrscheinlichkeit der vollständigen Heilung
Gut für die Wiederherstellung des Blutflusses und die Linderung der Symptome im behandelten Bereich, aber eine vollständige Genesung von der zugrunde liegenden chronischen atherosklerotischen Erkrankung ist nicht möglich; sie erfordert ein fortgesetztes medizinisches Management.
Risiko für Grunderkrankungen
Extrem hoch, da der Eingriff hauptsächlich zur Behandlung schwerer arterieller Verschlusskrankheiten durchgeführt wird, die meist durch Arteriosklerose verursacht werden. Dieser Zustand tritt häufig zusammen mit Hypertonie, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie auf und ist stark mit dem Rauchen verbunden.